Nachtbaustelle am Frankfurter Flughafen

Dyckerhoff lieferte Straßendeckenzement für die Sanierung zweier Rollwege. Besondere Herausforderung war das enge nächtliche Bauzeitfenster.

Für die Sanierung zweier Taxiways (Rollwege) am Frankfurter Flughafen fiel die Entscheidung für Straßendeckenzement von Dyckerhoff. Das Besondere an der Baustelle waren logistische Herausforderungen durch das enge nächtliche Bauzeitfenster sowie durch die Sicherheitserfordernisse. Erst wenn nach 23.00 Uhr keine Starts und Landungen mehr erfolgten, erteilte die Flugsicherung die Freigabe. Jetzt konnten die Baukolonnen mit ihren Maschinen und Geräten durch die Sicherheitskontrolle auf das Flughafengelände fahren und die Baustelle einrichten. Verantwortlich für die Bauausführung war die Firma STRABAG Großprojekte GmbH, Mörfelden-Walldorf. Die Dyckerhoff Abteilung „Bauberatung und Infrastrukturbaustoffe“ arbeitete von Beginn der Überlegungen an mit der STRABAG zusammen.

Die Tragschicht der Rollwege wurde mit ca. 250 to Dyckerhoff HOZ Doppel (CEM III/A 42,5 N) aus dem Werk Amöneburg ausgeführt. Für die Deckschicht kamen insgesamt 1.400 to Dyckerhoff PZ Doppel SD (CEM I 42,5 N (sd)) aus dem Werk Göllheim zum Einsatz. Dieser Zement erfüllt die zusätzlichen Anforderungen an Straßendeckenzemente nach den TL (Technischen Lieferbedingungen) Beton, insbesondere an den niedrigen Alkaligehalt. Zusätzlich schätzt der Kunde die schnelle Festigkeitsentwicklung sowie die gleichbleibenden Produkteigenschaften.

Der Zement wurde in Silofahrzeugen direkt aus den Werken Amöneburg und Göllheim in die eigens von der STRABAG für die Baumaßnahmen aufgestellte mobile Mischanlage (Kapazität bis zu 240 m³/Stunde) geliefert. Diese befand sich außerhalb des Flughafengeländes. Schichtbeginn in der Anlage war jeweils um 20.00 Uhr, ab dann konnte die Zementanlieferung erfolgen. Kipplaster verteilten den vor Ort mit dem Zement hergestellten Straßendeckenbeton auf die Baufelder. In Betonbauweise saniert wurden die Taxiways TWY L17/19 und M30, beide im Bereich der mittleren Start- und Landebahn gelegen. Die Sanierung war altersbedingt notwendig geworden.

Vor Beginn der Arbeiten mussten jede Nacht sämtliche Baumaschinen und technischen Geräte in die Baufelder gebracht werden, da sonst das elektronische Anflugsystem des Flughafens gestört werden könnte. Auch die mobile Beleuchtungsanlage war jeweils neu aufzustellen.

Die von der Fraport AG in Auftrag gegebenen Bauarbeiten fanden in den Monaten August bis Oktober 2017 statt. Das Aufbringen der Deckschicht erfolgte in den Nächten vom 11. bis zum 19. September, unsere Fotos wurden in der Nacht vom 12. auf den 13. September aufgenommen. Im nächsten Jahr sollen noch weitere Taxiways in gleicher Art und Weise saniert werden.