Objektbericht: Kanalerneuerung, Lahnstein

Dyckerhoff CANADUR, der Flüssigboden aus dem Fahrmischer, kommt als Verfüllbaustoff für die erschütterungsarme Kanalsanierung in Lahnstein zum Einsatz.

CANADUR aus dem Fahrmischer tritt derzeit einen Siegeszug im Kanal- und Rohrleitungsbau im gesamten Bundesgebiet an. Der Baustoff ist auch in schwer zugänglichen Bereichen effizient einsetzbar, da er sich wie ein Mantel um die Rohre legt und zusätzliche mechanische Verdichtung nicht erforderlich ist. Diese Eigenschaften sind bei der momentan in Lahnstein durchgeführten Kanalerneuerung besonders wichtig - handelt es sich doch bei den betroffenen Straßen Neugasse, Holzgasse, Im Plenter und Hospitalgasse um relativ enge Gassen mit altem Hausbestand.

Die Kanalsanierung erfolgt in Lahnstein in Abschnitten von etwa zehn Metern Grabenlänge. Nach dem Freilegen der Rohrleitung wird zunächst das Aushubmaterial aus dem engen Baufeld entsorgt. Der Kanal wird erneuert und anschließend wird die Baugrube mit Dyckerhoff CANADUR aus dem Fahrmischer aufgefüllt. Da sich das Material selbst verdichtet, kann auf den Einsatz von Rüttlern oder ähnlichen Werkzeugen verzichtet werden. Die umliegenden zum Teil schon sehr alten Häuser werden geschont.

Teilweise wird die Straße nach erfolgter Sanierung des Hauptkanals erneut geöffnet, um Hausanschlüsse zu erneuern. Hier ist die individuell regulierbare Wiederaushubfähigkeit von Dyckerhoff CANADUR sehr vorteilhaft. Schon im Transportbetonwerk kann die Rezeptur so eingestellt werden, dass der Boden bei Bedarf wieder aushebbar ist.

Insgesamt sollen in Lahnstein rund 2.000 cbm Dyckerhoff CANADUR eingebaut werden. Das entspricht etwa 270 Fahrmischerladungen, die aus dem Werk Lahnstein der TB Rheinland auf die Baustelle gefahren werden. Die Kanalerneuerung wurde im Sommer 2014 begonnen, der Abschluss der Bauarbeiten ist für den Sommer 2016 geplant.