Dyckerhoff steigert Umsatz und Ergebnis Ausblick für Gesamtjahr erfreulich
Insgesamt lag der Zementabsatz des Dyckerhoff Konzerns leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Zementwerke in Polen, der Tschechischen Republik und der Ukraine haben deutlich mehr verkauft. In Russland blieb der Zementversand gleich und in den USA leicht unter dem Vorjahr. Das russische Werk in Suchoi Log produziert an der Kapazitätsgrenze und kann von dem Marktwachstum derzeit nicht profitieren; der Bau einer neuen Ofenlinie wird derzeit vorbereitet. In Deutschland blieb der Zementabsatz hinter dem Vorjahr zurück. Beim Betonabsatz setzte sich die erfreuliche Tendenz weiter fort; in allen Regionen wurde mehr Beton verkauft.
Zementpreiserhöhungen wurden mit Ausnahme der Tschechischen Republik - überall erfolgreich umgesetzt. Allerdings reichten die Preiserhöhungen in Deutschland gerade aus, um die Kostensteigerungen aufzufangen. Entsprechend stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2006 um 6 Prozent auf etwas über 1 Milliarde Euro (Vorjahr: 980 Mio. EUR).Bei rückläufigem deutschen Umsatz wuchs der Auslandsanteil am Konzernumsatz um 3 Prozentpunkte auf 66 Prozent.
Das EBITDA erhöhte sich um 60 Mio. EUR auf 283 Mio. EUR. Mehr als die Hälfte der Verbesserungen, das sind rund 33 Mio. EUR, wurde in Osteuropa erzielt. Der Auslandsanteil am EBITDA beträgt 82 % (Vorjahr: 86 %). Die Ertragslage in Deutschland ist unverändert unbefriedigend. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 89 Prozent auf 159 Millionen Euro (Vorjahr: 84 Millionen Euro). Gründe sind der bessere Geschäftsverlauf im Ausland, die gesunkenen Abschreibungen hier wirkt sich die im Vorjahr notwendige Vollabschreibung aufgrund der Stilllegung der Produktionslinie für den Grauklinker in Amöneburg aus - sowie das bessere Zins- und Finanzergebnis. Der Überschuss erreichte 103 Millionen Euro (Vorjahr: 57 Millionen Euro), das sind 81 Prozent mehr.
Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Dyckerhoff AG, bekräftigt den Ausblick 2006: Die positive Entwicklung der ersten neun Monate bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr. Der Konzernumsatz wird voraussichtlich das Niveau des Vorjahres übertreffen - obwohl 100 Millionen Euro Umsatz durch den Verkauf des Geschäftsfeldes Betonprodukte entfallen. Durch den besseren Geschäftsverlauf im Ausland, aber auch wegen der niedrigeren Abschreibungen und des besseren Zins und Finanzergebnisses werden wir unseren Konzernjahresüberschuss deutlich steigern.