Pressemitteilung

Normalisierung des Konzernergebnisses - Dyckerhoff Entwicklung von Ausland getragen - Deutschland weiterhin schwierig; Osteuropa und USA mit hoher Wachstumsdynamik - Verhalten positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2006 erwartet - Kapazitätserweiterungen im Ausland in Arbeit

Im Jahr 2005 haben sich die Ergebnisse des Dyckerhoff Konzerns weiter normalisiert. Das Ergebnis wird jedoch ausschließlich im Ausland erwirtschaftet, das deutsche Geschäft ist trotz der Preiserhöhungen immer noch nicht gewinnträchtig.

Bei Rückgängen in Deutschland entfällt mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums auf den Geschäftbereich Osteuropa; auch in den USA lief das Geschäft gut. Insgesamt stieg der Konzernumsatz um 11 % auf 1,327 Mrd. EUR. Das EBITDA erhöhte sich um 70 Mio. EUR auf 316 Mio. EUR. Die Ergebnisverbesserungen stammen ausschließlich aus dem Ausland; auch hier zeigt der Geschäftsbereich Osteuropa, auf den die Hälfte der Ergebnissteigerung entfällt, eine hohe Wachstumsdynamik.

"Obwohl die Preise für Zementprodukte im Jahr 2005 im Durchschnitt um 10 % erhöht werden konnten, sind diese immer noch nicht auskömmlich. In Deutschland müssten die Zementpreise mindestens um weitere 15 EUR je Tonne Zement steigen, um die Kapitalkosten zu decken und die Substanz der Anlagen zu erhalten. Die im Jahr 2004 gestartete Produktinitiative "Produkte 21" hat erste Erfolge gezeigt: Der Umsatzanteil der neuen Produkte am gesamten deutschen Umsatz beträgt bereits 5 %." Kommentiert Bauer die Lage in Deutschland. "Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 0,20 EUR je Aktie auszuschütten - dies gilt für beide Aktiengattungen. Trotz der Normalisierung des Preisniveaus für Zementprodukte ist das Ergebnis in Deutschland - und damit das Ergebnis der Dyckerhoff AG - immer noch deutlich negativ. Daher erfolgt die Ausschüttung der Dividende aus einer Entnahme aus den Gewinnrücklagen."

Für 2006 rechnet Bauer mit einer unterschiedlichen Entwicklung der Märkte. In Deutschland geht er unverändert von einem schwierigen konjunkturellen und bauwirtschaftlichen Marktumfeld aus. In Polen und in der Tschechischen Republik wird eine stabile Entwicklung erwartet. In Russland bremst die erreichte Vollauslastung im Werk Suchoi Log weiteres Mengenwachstum; hier wird allerdings an einem Ausbau der Kapazitäten gearbeitet. In den USA hingegen geht Bauer weiterhin von einer positiven Entwicklung bei Absatz und Preisen aus; im Werk Selma von Buzzi Unicem USA steht zudem ab 2008 eine erweiterte Zementkapazität zur Verfügung. Risiken bestehen insbesondere bei den Entwicklungen der Strompreise in Deutschland und der Gaspreise in der Ukraine. Insgesamt rechnet Dyckerhoff 2006 mit einer verhalten positiven Geschäftsentwicklung. Dyckerhoff geht nach dem Verkauf der Mehrheit der luxemburgischen Eurobeton Gruppe von einem leichten operativen Anstieg des Konzernumsatzes auf 1,3 Mrd. EUR, einem stabilen EBITDA und einer Steigerung des Jahresüberschusses aus.