Im Jahr 2004 spürbare Ergebnisverbesserungen im operativen Geschäft erreicht
Zukünftig will sich Dyckerhoff mit neuen maßgeschneiderten Produkten noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen. "Die Zufriedenheit unserer Kunden ist der Garant für den Erfolg unserer Arbeit" so Wolfgang Bauer, der Vorstandsvorsitzende der Dyckerhoff AG während der Bilanzpressekonferenz am 24. März 2005. Durch Innovationen sollen Vorsprünge im Wettbewerb realisiert werden, durch die sowohl die Marktposition als auch die Ertragskraft verbessert werden. Zu diesem Zweck präsentierte das Unternehmen anlässlich seiner Bilanzpressekonferenz im Rahmen der Initiative "Produkte 21" seine neuen, innovativen Produkte. Ziel ist es, den Anteil der neuen Produkte in den nächsten fünf Jahren auf rund 10% des inländischen Umsatzes zu steigern.
Auf der Basis der durch die fortgesetzte Entschuldung verbesserten Bilanzrelationen will Dyckerhoff in Zukunft im Ausland kontrolliert wachsen. Dazu fasst man auch Akquisitionen ins Auge. In Deutschland steht vor allem die Bewältigung der Marktveränderungen im Zuge der Einführung des Emissionshandels im Vordergrund. Insbesondere in der Wahl der Basisperiode der Jahre 2000 bis 2002 - einer Phase tiefster Rezession im deutschen Bau - für die Bemessung der Zuteilung von Emissionszertifikaten ist eine Bedrohung der zukünftigen Wachstumsmöglichkeiten und Einschränkung in der Nutzung der vorhandenen Produktionskapazitäten zu sehen, erläuterte Bauer. Insgesamt ist Bauer allerdings zuversichtlich, diese Herausforderungen zu meistern und erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum auf rund 1,3 Mrd. EUR; dabei soll sich auch das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft weiter verbessern.
Im Jahr 2004 ist der Umsatz im Dyckerhoff Konzern auf vergleichbarer Basis, d.h., ohne die Berücksichtigung der Veränderungen im Konsolidierungskreis, um 5 % gestiegen. Der ausgewiesene Umsatz verminderte sich dagegen durch Veränderungen im Konsolidierungskreis und durch negative Wechselkurseinflüsse um 9 % auf 1,2 Mrd. EUR. Bereinigt um die Buchgewinne aus den Verkäufen der Anneliese Zementwerke und der Cementos Hispania sank der operative Cash flow um rund 22 Mio. EUR; der Rückgang ist ausschließlich auf Konsolidierungskreisveränderungen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss beträgt 41 Mio. EUR (Vj: 248,9 Mio. EUR); auf vergleichbarer Basis (ohne die Buchgewinne des Vorjahres in Höhe von 218,8 Mio. EUR) erhöhte sich der Konzernjahresüberschuss um rund 36%.
Nachdem im Vorjahr nur die Vorzugsaktionäre eine Dividende erhalten hatten, soll in diesem Jahr nach der Hauptversammlung am 10. Mai an die Stamm- und die Vorzugsaktionäre jeweils eine Dividende von 0,18 Euro ausgeschüttet werden. Aufgrund des immer noch deutlich negativen Ergebnisses der ausschließlich im deutschen Markt tätigen Dyckerhoff AG wird die Dividende durch eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen gezahlt. Wir betrachten unseren Dividendenvorschlag - vor allem vor dem Hintergrund der immer noch schwierigen Situation in Deutschland - als Entgegenkommen. Die Bilanzstruktur hat sich 2004 weiter verbessert: Die Nettoverschuldung nahm insbesondere durch positive Wechselkurseinflüsse und Konsolidierungskreisveränderungen - und hier vor allem aus dem Zusammenschluss in den USA - um 413 Mio. Euro auf 458 Mio. Euro ab. Der Verschuldungsgrad (Gearing) hat sich damit innerhalb nur eines Jahres auf 43 (Vorjahr: 83) Prozent nahezu halbiert und die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 34,0 (30,7) Prozent. Die Nettoverschuldung liegt damit unterhalb der angestrebten Grenze des zweifachen operativen Cash flows. Bauer sieht dadurch zukünftig wieder Handlungsspielräume für externes Wachstum durch Akquisitionen, die er auch nutzen will.
Wiesbaden, 24. 3. 2005