Pressemitteilung

Dyckerhoff startet erfolgreiches Restrukturierungsprogramm nun auch in den Auslandstöchtern

Kostensenkungsziele deutlich übertroffen - Turnaround 2003 vollzogen - Vorzugsaktionäre erhalten Dividende von 0,26 Euro - für 2004 weitere spürbare Ergebnisverbesserung angekündigt

Der Dyckerhoff Konzern wird sein erfolgreiches Restrukturierungsprogramm "Dyckerhoff 21" in den kommenden Monaten auch in allen ausländischen Tochtergesellschaften starten. Dies kündigte der seit 1. März 2004 amtierende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Bauer auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Frankfurt an: "Mit dem Roll-out von "Dyckerhoff 21" im Ausland legen wir die Basis für eine weitere Steigerung unseres operativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2004." Insgesamt erwartet Bauer von dem erweiterten Programm nun Kosten- und Effizienzvorteile von 135 Mio. Euro, nachdem ursprünglich nur mit 95 Mio. Euro gerechnet worden war. Bereits 2003 sorgte "Dyckerhoff 21" für Kosteneinsparungen von 66 Mio. Euro, die sich auf die Bereiche Produktion/Wartung (44 Mio. Euro), Verwaltung (16 Mio. Euro) und Einkauf/Logistik (6 Mio. Euro) verteilen. Damit konnte das Planziel von 50 Mio. Euro für 2003 deutlich übertroffen werden.

Dank seines ehrgeizigen Effizienzprogramms hat der Zementhersteller im Jahr 2003 den Turnaround geschafft und weist wieder einen positiven Konzerjahresüberschuss vor Buchgewinnen von 30 (Vorjahr minus 130,7) Mio. Euro aus. Zusätzlich wurden Gewinne von 219 Mio. Euro aus dem Verkauf der spanischen Tochtergesellschaft Cementos Hispania und Anneliese Zementwerke realisiert. Unter anderem durch den Umsatzausfall aus diesen zum 31. März 2003 vollzogenen Verkäufen reduzierte sich der Konzernumsatz, der zusätzlich auch durch die Dollarschwäche und den weiter rückläufigen deutschen Markt belastet wurde, auf 1.320 (1.543) Mio. Euro. Auch beim operativen Cash flow blieb Dyckerhoff mit 274 (269) Mio. Euro vor Buchgewinnen auf der Erfolgsspur.

Nach dem dividendenlosen Jahr 2002 erhalten die Vorzugsaktionäre nach der Hauptversammlung am 12. Mai die Mindestdividende von jeweils 0,13 Euro für die Geschäftsjahre 2002 und 2003, insgesamt also 0,26 Euro. Aufgrund des immer noch negativen Ergebnisses der ausschließlich im deutschen Markt tätigen Dyckerhoff AG wird die Dividende aus den Gewinnrücklagen gezahlt. "Da uns im Konzern die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen ist, und wir auch eine Preiswende im deutschen Markt eingeleitet haben, wollen wir unsere Vorzugsaktionäre schon jetzt an unserem Erfolg teilhaben lassen", sagte Bauer. Die Bilanzstruktur hat sich bereits 2003 deutlich verbessert: Die Nettoverschuldung nahm um 449 auf 581 Mio. Euro ab (einschließlich Mezzanine-Finanzierung 785 Mio. Euro), die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 30,7 (25,0) Prozent. Der Verschuldungsgrad (Gearing) hat sich damit innerhalb nur eines Jahres auf 55 (110) Prozent halbiert. Nach einer Erholung des deutschen Marktes und einer weiteren Verbesserung der Finanzlage wird Dyckerhoff zukünftig 20 bis 30 Prozent des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre ausschütten, kündigte Bauer an.

Im laufenden Geschäftsjahr 2004 wird sich der Umsatz durch die bereits erfolgten Maßnahmen zur Portfoliobereinigung und die Zusammenführung der USA-Aktivitäten von Dyckerhoff und Buzzi auf rund 1,2 Mrd. Euro reduzieren. Das operative Ergebnis wird sich gleichzeitig durch die erzielten Effizienzvorteile in Deutschland, die eingeleitete Trendwende bei den Preisen, den Roll-out von Dyckerhoff 21 in den Auslandsgesellschaften und die Fortsetzung des ertragsstarken Wachstums in Osteuropa weiter erhöhen. Zusammen mit dem Effekt aus der deutlichen niedrigen Zinslast werde der Jahresüberschuss 2004 somit spürbar steigen, so Bauer. Er schloss angesichts der verbesserten Bilanzstruktur auch kleinere Zukäufe in angrenzenden Regionen nicht aus.

Wiesbaden, 30. 3. 2004