Das Jahr 2002 war für Dyckerhoff ein schwieriges Jahr: Der Konzernumsatz sank um 5,9 % auf 1.545,2 Mio. EUR. Dabei ging der Umsatz in Deutschland aufgrund der rezessiven Baukonjunktur und des Zementpreiskriegs um 14,3 % auf 680,0 Mio. EUR zurück. Der Auslandsumsatz erhöhte sich insbesondere durch die erstmalige Konsolidierung der ukrainischen Aktivitäten und die Vollkonsolidierung der tschechischen ZAPA beton um 1,8 % auf 865,2 Mio. EUR. Der operative Cash flow verminderte sich um 74,1 Mio. EUR auf 269,1 Mio. EUR. Allein die nachlassende Nachfrage nach Baustoffen und der Zementpreiskrieg in Deutschland belasteten das Ergebnis mit rund 80 Mio. EUR. Die Einmalaufwendungen zur Anpassung an die veränderte Marktlage in Deutschland betrugen rund 71 Mio. EUR. Zukünftige Belastungen aus dem Kartellverfahren sind für uns auszuschließen, da im Jahresabschluss 2002 Vorsorge in Höhe von 107 Mio. EUR getroffen wurde. Die Belastungen von insgesamt 258 Mio. EUR führten zum Ausweis eines Jahresfehlbetrags von 127,9 Mio. EUR.
Für Dyckerhoff war das Jahr 2002 auch ein Jahr des Umbruchs. Mit dem Restrukturierungsprogramm "Dyckerhoff 21" ist der Wandel von einem komplexen dezentralen Unternehmen zu einem schlanken fokussierten Unternehmen vollzogen worden. Dadurch werden Kosteneinsparungen von 95 Mio. EUR erzielt, wovon sich 50 Mio. EUR bereits im Jahr 2003 positiv auswirken. In dem anhaltend schwierigen Marktumfeld erwarten wir einen Konzernumsatz auf dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres von über 1,4 Mrd. EUR nach dem Verkauf der spanischen Cementos Hispania. In Deutschland erwarten wir wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche und der unbefriedigenden Erlössituation rückläufige Umsätze. Auch in den USA wird der Umsatz wegen der rückläufigen Zementnachfrage das Vorjahresniveau nicht erreichen. Demgegenüber erwarten wir im sonstigen Westeuropa eine stabile Umsatzentwicklung. In Osteuropa hingegen wird der Umsatz zunehmen. Das Ergebnis des Dyckerhoff Konzerns wird trotz des andauernden Erlösverfalls in Deutschland durch den Erfolg unserer Restrukturierungsmaßnahmen sowie durch operative Verbesserungen im Ausland, insbesondere im sonstigen Westeuropa und in Osteuropa wieder steigen. Wir erwarten, insgesamt wieder ein positives Jahresergebnis zu erzielen.
Der mit der Mezzanine-Finanzierung eingeleitete Schuldenabbau wurde aktuell mit dem Verkauf der Cementos Hispania um einen bedeutenden Schritt vorangebracht. Unser Ziel für 2003 ist es, den Verschuldungsgrad auf unter 80 % zu verringern.
Wiesbaden, 27. 3. 2003