Wiesbaden, 22. März 2010 Wie erwartet war das Geschäftsjahr 2009 für Dyckerhoff ein schwieriges Jahr. Alle Unternehmen der Dyckerhoff Gruppe hatten mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Märkte wie Russland und die Ukraine, die noch vor kurzer Zeit zu unseren Wachstumstreibern zählten, brachen ein. Auch in Deutschland und in den USA ging der Zementverbrauch deutlich zurück. Insgesamt wurden 4,1 Mio. Tonnen Zement und
2,1 Mio. m3 Beton weniger verkauft. Der Umsatz fiel entsprechend um rund 600 Mio. EUR auf knapp 1,4 Mrd. EUR.
Dennoch: Dyckerhoff hat sich krisenfest gezeigt. Unsere Eigenkapitalquote beträgt rund
48 %. Der Jahresüberschuss erreicht trotz der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 1929 mit
113 Mio. EUR ein Niveau, das Dyckerhoff in seiner Geschichte bisher nur fünf Mal überschritten hat. Die EBITDA-Marge liegt bei 21,5 %, die Umsatzrendite beläuft sich auf 8,2 %. Das sind ganz ordentliche Zahlen, auch wenn das Ergebnis mit rund 20 Mio. EUR aus Einmaleffekten gestützt ist, kommentiert Wolfgang Bauer den Jahresabschluss 2009 anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main. Dass die Wirtschaftskrise sich negativ auf unser Geschäft auswirken und der Erfolg des Jahres 2008 sich nicht fortsetzen lassen würde damit haben wir gerechnet und Maßnahmen ergriffen, um bei allem Gegenwind im wirtschaftlichen Umfeld standfest zu bleiben und für alle aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet zu sein, so Bauer weiter.
Zu den Erwartungen für 2010 führte Bauer aus: In unseren relevanten Märkten wird die Lage der Bauwirtschaften schwierig bleiben. Dennoch glaube ich, dass die Talsohle durchschritten ist und bin für die Entwicklung im Jahr 2010 vorsichtig optimistisch: In Westeuropa, das heißt in Deutschland und in den Beneluxländern, sehe ich gute Chancen für größere Nachfrage nach unseren Zementen und Betonen. Bei einem stabilen bis leicht verbesserten Preisniveau wird dementsprechend auch der Umsatz steigen. In Osteuropa ist die Lage divers: In Polen erwarte ich steigende Nachfrage, die sich auch in steigendem Umsatz niederschlägt. In Russland gehe ich von anziehender Nachfrage bei allerdings negativem Preistrend aus. In der Ukraine werden wir wettbewerbsfähiger; hier sehe ich Chancen für mehr Zementabsatz, allerdings bei nachgebenden Preisen. Daher wird hier der Umsatz auf der Höhe des Jahres 2009 liegen. In der Tschechischen Republik hingegen werden wir gegenüber dem Vorjahr Absatzmenge und Umsatz verlieren. In den USA wird der Zementabsatz leicht steigen; rückläufige Preise werden jedoch zu einem niedrigeren Umsatz führen. Vor diesem Hintergrund gehen wir für den Dyckerhoff Konzern von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Im Geschäftsjahr 2009 war im EBITDA ein Einmalertrag in Höhe von rund 20 Mio. EUR enthalten; deshalb gehen wir für 2010 von einem Ergebnisrückgang aus.