Architektonische Highlights 2019

Beispiele für moderne Sichtbeton-Architektur mit Dyckerhoff WEISS

Allen Objekten in diesem Prospekt ist eins gemeinsam: Die Architekten haben zur Verwirklichung ihrer Ideen auf Dyckerhoff WEISS gesetzt. Entstanden sind internationale, ganz unterschiedliche und formschöne Bauwerke, die das ästhetische Potential von Dyckerhoff WEISS aufzeigen. Das ist uns die Bezeichnung „Architektonische Highlights“ wert.

Betonwerkstein: Problemlöser bei kritischen Untergründen

Betonwerkstein auf Fliesendämmplatten als Problemlöser bei kritischen Untergründen

Dipl.-Ing Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Möllmann

Wer kennt sie nicht? Die Überlegung, ob man einen Auftrag ablehnt, weil der Verlegeuntergrund nicht den notwendigen Anforderungen an eine sichere, schadenfreie Verlegung von Betonwerkstein im Dünnbett entspricht. Insbesondere im Bereich von Renovierung und Sanierung steht der Verleger oftmals vor dem Dilemma, die vom Kunden gewünschte individuelle Gestaltung auf einem an sich ungeeigneten Un­ter­grund realisieren zu müssen, wobei gerade hier die An­for­derungen an den Verlegebetrieb sehr hoch sind. Oftmals kommt es vor, dass bei der Planung eines Objektes, wie z. B. Mehrfamilienhaus oder kombinierten Wohn- und Geschäfts­häusern, Anforderungen an die Trittschalldämmung außer acht gelassen wurden. Während der Bauausführung stellt man dann fest, dass für eine solche Dämmaßnahme die erforderliche Konstruktionshöhe nicht oder nur tw. zur Ver­fügung steht. Es gilt dann für alle Beteiligte zufrieden­stel­len­de Problemlösungen zu finden, sowohl die Aspekte der Trag­fähigkeit des Untergrundes als auch die zu Ver­fügung stehen­de Sanierungszeit und Verlegesicherheit sind sorgfältig in den Überlegungen zu Risiko und Gewinn zu be­rück­sich­ti­gen und abzuwägen.

Im Folgenden wird eine Möglichkeit aufgezeigt, dieses Risiko zu minimieren durch die Verwendung einer speziellen Ent­kopp­lungs­plat­te in der Verlegekonstruktion. Diese sog. Flie­sen­dämm­platte eignet sich vor allem dort, wo – wie oftmals im Renovierungs- oder Sanierungsbereich – Beton­werk­stein­fliesen oder -platten auf kritischen Untergründen verlegt werden sollen. Wo die großen Vorteile und vielfältigen An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten der Fliesendämmplatten im Einzelnen liegen, zeigt der nachfolgende Beitrag.

Identität – Funktion – Ästhetik

Gestaltungsmöglichkeiten von Betonoberflächen

Dipl.-Ing. Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Möllmann

Der Wunsch nach Gestaltung der Bauwerke und gestalteten Bauteiloberflächen ist kein Modetrend. Gestaltung von Bau­werken ist eine Frage der Lebensqualität. Beton bietet in seiner fast unbegrenzten Formbarkeit und Funktionalität nahezu alle Möglichkeiten kreativer Architektur. Die Gestal­tung der Betonoberflächen kann dabei die Architektur eines Bauwerks unterstützen, aufnehmen und fortführen, ins Detail herunterbrechen, sie kann sie jedoch niemals ersetzen.

Eine unbearbeitete Betonoberfläche zeigt mehr oder weniger Zementstein, und es ist zunächst die Farbe des Zementes, der sie farblich prägt. Betonoberflächen können aber auch geformt, profiliert und strukturiert werden. Mittels Schalung nehmen sie besondere Formen an. Im frischen, jungen oder erhärteten Zustand bearbeitet, erhalten sie Profil und Struk­tur, und je nach den zugesetzten Pigmenten und/oder Zuschlägen bekennen sie Farbe.

Photokatalytische Eigenschaften von Baustoffen

Umwelteigenschaften von Baustoffen werden in den Medien schon seit Jahren diskutiert. Kernpunkt ist die durch Titandioxid nachweislich stattfindende Photo­katalyse, die u. a. Stickoxide in Nitrate umwandelt. Photokatalytische Effekte des Weißpigments Titan­dioxid in der Kristallform Anatas waren lange gefürchtet in Farben mit organischen Bindemitteln, wegen ihrer zersetzenden Wirkung auf die Bindemittel.

Durch die Entwicklung von Rutilpigmenten mit Ober­flächen­behandlung konnten sie aber so stabilisiert werden, dass es nicht mehr zu den Abkreidungseffekten an Farben kam. Titandioxid als Weißpigment wird bereits 1965 „urkundlich“ für seine Langzeitbrillanz erwähnt. Sogar 1959 schon berichtete B. Henk über die Möglichkeit der weiteren Auf­hellung von weißem Markierungsbeton durch Weißpig­mente. In der Folge wurden zahlreiche Projekte mit Weisszement und Zugabe von Titandioxid als Pigment ausgeführt, wobei sich ein weiterer Vorteil zeigte, nämlich der selbstreinigende Effekt, speziell an vertikalen Flächen.

Als ein marktführender Hersteller von Weisszement in Deutschland, mit langjähriger Kundenerfahrung bei der Titandioxidzugabe, möchte Dyckerhoff im Sinne einer verantwortungsbewussten Produktstrategie jetzt zu einer Versachlichung der Diskussion über die neu entdeckte photokatalytische Wirksamkeit beitragen. Dazu beauftragte Dyckerhoff Untersuchungen bei verschiedenen Instituten und diskutierte die Ergebnisse mit den Experten. Herr Dr. Karutz, Chefredakteur BWI, befragte dazu zusammenfassend Herrn Prof. Dr. Ricchiardi, Universität Turin, Herrn Prof. Dr. Bahnemann, Universität Hannover und Herrn Prof. Dr. Bruse, Universität Mainz.

flowlight – Lichtobjekte aus Beton

Beton und Licht – mit diesem spannungsreichen und zunächst gegensätzlich erscheinenden Begriffspaar setzten sich Architekturstudenten an der Technischen Universität Darmstadt auseinander. Mit teilweise spektakulären Ergebnissen, wie die Beispiele aus dem „flowlight-Workshop“ eindrucksvoll zeigen.

Dipl.-Ing. Stefan Heeß

Beton bietet mit seiner nahezu unbegrenzten Formbarkeit und Funktionalität alle Möglichkeiten kreativer Gestaltung. So sind Möbel aus Beton längst keine Seltenheit mehr. Weniger im Fokus stehen dagegen Lichtobjekte aus Beton. Dies nahm die Technische Universität Darmstadt zum Anlass, im Fach­gebiet Plastisches Gestalten ein Projekt mit dem Namen „flowlight“ durchzuführen. „flowlight“ deshalb, weil bei diesem Projekt mit dem Bindemittel Dyckerhoff FLOWSTONE gearbeitet wurde. Professor Ariel Auslender, der Leiter des Projektes, hatte sich für dieses moderne, fließfähige Material entschieden, da er bereits bei einem vorausgegangenen Workshop beste Erfahrungen mit den kreativen Möglichkeiten des Bindemittels gemacht hatte.

Weisszement in Mörteln – neue Erkenntnisse und Anwendungen

Wechselwirkungen mit Weisszement

Dr. Klaus Droll

Rezepturen aus der Bauchemie und der Mörtelindustrie sind im Vergleich zu Beton wesentlich komplexer aufgebaut. Putzmörtel, Fugenmörtel oder Mörtelkleber bestehen aus einer Vielzahl verschiedener, aufeinander abgestimmter Einzelkomponenten. Schwankungen jeder einzelnen dieser Komponenten entscheiden über ein Funktionieren der Pro­dukte. Neben den Festprodukteigenschaften wie Festig­keit, Struktur, Farbe usw. spielen vor allem die Verarbeitungs­eigen­schaften eine wichtige Rolle – Eigenschaften, die nur schwer durch mechanische Kenngrößen zu beschreiben und noch schwerer instrumentell zu messen sind.

Hier kommt dem Bindemittel und Wechselwirkungen mit Zusätzen eine entscheidende Rolle zu. Im vorliegenden Beitrag sollen einige Fragen dazu beantwortet werden.

Sichtbeton mit Dyckerhoff WEISS 2016

Planung und Ausführung von farbigen Sichtbetonflächen

Dipl.-Ing. Stefan Heeß

Bauen mit Sichtbeton verleiht einem Bauwerk seinen unverwechselbaren Charakter und gibt ihm im wahrsten Sinne des Wortes „ein Gesicht“. Ob im Bereich des Ortbetons, des Fertigteilbaus oder des Betonwerksteins – Sichtbeton ermöglicht eine architektonisch ansprechende, beständige und wartungsfreie Oberfläche. Dies ist nicht zuletzt der modernen Betontechnologie zu verdanken, die dem Markt zunehmend noch leistungsfähigere Materialien zur Verfügung stellt.

Beispiele:
selbstverdichtender Beton (SVB), ultrahochfester Beton (UHPC), Architekturbeton, Strukturbeton, Fotobeton, Spiegelbeton, Lichtbeton, Textilbeton, Faserbeton, Glasfaserbeton, Carbonbeton, Leichtbeton, Dämmbeton, Stampfbeton, Biobeton oder photokatalytischer Beton

Farbe bekennen!

Farbiger Beton prägt immer mehr das Gesicht vieler Sichtbetonfassaden.

Dipl.-Ing. Stefan Heeß

„Der häufige Missbrauch, der mit Materialien und Farben so leicht gemacht wird, darf für uns kein Grund sein, jede Farbe zu verbannen und alles, was nicht grau, weiß oder erdfahl ist, kurzweg für bunt zu erklären“. Wie dieses Zitat des großen Baumeisters Gottfried Semper (1803-1879) zeigt, hat die Diskussion um Farbe am Bau eine lange Tradition. Heute ist Farbe ein wichtiges Gestaltungsmittel, aber kaum noch ein Streitpunkt. Dies gilt auch für Sichtbetonfassaden, die sich immer häufiger nicht mehr nur im Einheitsgrau, sondern in einem enormen Farbenspektrum von Weiß bis Schwarz präsentieren ...

Planung und Ausführung von Sichtbetonflächen

Bauen mit Sichtbeton schafft einen unverwechsel­ba­ren Charakter und gibt einem Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes „ein Gesicht“. Welche Möglichkeiten hier die moderne Beton­tech­no­lo­gien mit neuen Mate­ri­alien und Bearbeitungstechniken Planern und Verar­beitern bieten - dies zeigte die neue, 20seitige Infor­mations­broschüre von Dyckerhoff WEISS mit dem Titel „Planung und Ausführung von Sichtbeton­flächen“.

Es sind vor allem Materialen wie selbstverdichtender Beton, Spiegelbeton oder ähnlichem, die in Verbindung mit der riesigen Palette an Betonzusammensetzungen und Bearbei­tungs­techniken immer neue Möglichkeiten bieten und so die ganze Kreativität von Planern und Verarbeitern heraus­for­dern. Dazu gilt es jedoch, die grundlegenden Zusam­men­hänge bei der Erstellung von Sichtbetonflächen zu kennen und zu beachten. Die Broschüre, die auf einem Aufsatz von Dipl.-Ing. Stefan Heeß basiert, beschreibt daher die einzel­nen für die Planung und Ausschreibung, aber auch die Aus­füh­rung relevanten Arbeitsabläufe, beginnend mit der Beton­zu­sam­men­set­zung und dem Einbringen und Verdichten des Betons. Es geht weiter mit der Schalung und der Bewehrung sowie der Oberflächenbearbeitung und -behandlung bis hin zur Nachbehandlung und Beurteilung des Sichtbetons.

In zahlreichen anschaulichen Bildern zeigt die Broschüre, dass man besonders wirkungsvolle Sichtbetonflächen durch die Verwendung des weißen Portlandzements Dyckerhoff WEISS erzielt. Dieser ist als Normzement für Beton, Stahl­beton und Spannbeton geeignet und erlaubt die ziel­sichere Herstellung aller Betonfestigkeitsklassen. Was genau bei der Herstellung des weißen Betons zu beachten ist - auch dies wird in der Broschüre ausführlich erläutert. Die entsprechen­den Hinweise wurden um allgemein gültige Sicht­beton­regeln ergänzt. So gelten sie auch für grauen Sichtbeton, der die gleichen technologischen Eigenschaften aufweist wie weißer Beton.

Mehr als nur Fassade

Betonfertigteil- und Betonwerkstein-Fassaden

Dipl.-Ing. Stefan Heeß

Beton ist der Baustoff mit der größten Vielseitigkeit. Seine architektonische Gestaltung und konstruktive Ausbildung vereinen sich zu einer idealen Kombination. Dies gilt auch für die Konstruktion von Betonfertigteil- und Betonwerkstein-Fassaden. Die Nutzung der funktionalen Vorteile von Beton und dessen nahezu unerschöpflichen Gestaltungsspektrums für den Fassadenbau verleiht dem Gebäude einen eigenen, individuellen Charakter auf dem modernsten Stand der Gebäudetechnik.

Die Fassade ist bestimmend für ein lebendiges und individu­elles Erscheinungsbild des Gebäudes. Fassaden aus Beton­fertig­teilen oder Betonwerkstein werden aus einzelnen Fassa­den­ele­men­ten zu einer homogenen Einheit zusammengefügt, die dem Bauwerk die beliebige Form und das gewünschte Aussehen verleihen.

Dyckerhoff GmbH, Produktmarketing und Weisszement-Vertrieb