CEM VI-Zement
Dyckerhoff ist der erste Hersteller in Deutschland mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ) für die Anwendung der neuen Zementgeneration CEM VI (S-LL) nach DIN EN 197-5. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilte die Zulassung für das Zementwerk Lengerich im Oktober 2025.
Schon kurz nach Erhalt der Zulassung, im November 2025, erfolgte die erste Auslieferung an das Betonwerk Georgsmarienhütte der Dyckerhoff Beton-Niederlassung Weser-Ems.
Der CEM VI Zement wurde als vielseitiger Zement für die Herstellung von Transportbeton konzipiert. Er vereint einen geringen CO2-Fußabdruck (GWP), der vergleichbar mit den heute marktüblichen CEM III/B Zementen ist, mit einer effizienten Nutzung lokal verfügbarer Rohstoffe. Neben den Hauptbestandteilen Portlandzementklinker und Hüttensand wird als weiterer Hauptbestandteil Kalkstein verwendet – eine Ressource, die in ausreichenden Mengen und konstanter Qualität verfügbar ist. In seiner Zusammensetzung ähnelt der CEM VI (S-LL) dem etablierten CEM II/C-M (S-LL) Zement. Beim CEM VI kann der Klinkergehalt gegenüber dem CEM II/C-M (S-LL) von 50 auf 35% gesenkt werden. Im Vergleich zu einem CEM III/B kann der CO2-Fußabdruck durch den geringeren Anteil an Hüttensand, welcher im Gegensatz zu Kalkstein mit CO2-Emissionen aus der ökonomischen Allokation belastet ist, bei identischem Klinkergehalt weiter reduziert werden.