Bindemittel für Rohrvortrieb

Baumaßnahme
Rohrvortriebe

Aufgabe
Beim Bau von Abwasserkanälen und Versorgungsleitungen werden häufig große Stahlbetonrohre hydraulisch vorgetrieben. Um möglichst lange Vortriebsstrecken zu erreichen, ist es notwendig, den Reibungswiderstand des Rohres gegenüber dem Boden so niedrig wie möglich zu halten. Deshalb ist in der Regel vor dem ersten Vortriebsrohr ein Schneidschuh angeordnet, der gegenüber dem etwas kleineren Rohrdurchmesser einen Ringspalt erzeugt.

Um den Reibungswiderstand zu reduzieren und gleichzeitig Klüfte, Hohlräume und Porenräume zu verfüllen, wird zwischen Rohr und Boden eine Stützflüssigkeit, z.B. Suspensionen aus reinem Bentonit oder aus hydraulischen Bindemitteln und geeigneten Tonen, gepresst.

Die frische Verpressmasse soll so eingestellt sein, dass die Eindringtiefe in das Gebirge ausreichend ist und sich ein dichter Mantel um das Rohr bildet. Bei Einsatz von hydraulischen Bindemitteln sollte die ausgehärtete Masse eine vergleichsweise geringe, auf den umgebenden Boden abgestimmte Endfestigkeit haben.

Verfahren
Der eigentliche Rohrvortrieb erfolgt nach dem Anlegen der Startbaugrube mit der Haupt-Press-Station.

Der Ringraum um das Rohr und der umgebende Boden werden durch die Verpressstutzen verpresst.

Das Einpressen der Stützflüssigkeit erfolgt hinter dem Schneidschuh.

Da ein Teil der Verfüllmasse verloren geht, muss frische Suspension kontinuierlich auch in die bereits zurückliegenden Rohrbereiche gepumpt werden.

Produkte
Für Porenraumverfüllungen sowie als Gleit- und Stützmittel für Rohrvortriebe bietet Dyckerhoff SOLIDUR® 274 RV an, eine Trockenfertigmischung aus hüttensandreichem Bindemittel und ausgesuchten Tonkomponenten. Mit Wasser hochtourig aufgemischt kann das Produkt sofort verarbeitet werden.

Vorteile der SOLIDUR-Suspension:

  • günstige Fließeigenschaften: Rohr wird von einer Suspensionsschicht umgeben, die den Porenraum bzw. die Klüfte des anstehenden Bodens ausfüllt
  • stabil: Senkung von Baukosten durch geringen Suspenionsverlust
  • auch bei Arbeiten in Wasserschutzgebieten problemlos einsetzbar, da das Produkt aus mineralischen Rohstoffen besteht und keine Gefahr für das Grundwasser darstellt


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