DYGE-CarbonOUT
Dyckerhoff erhält Förderzusage für Installation einer Testanlage zur CO₂ Abscheidung
Der BIK-Förderwettbewerb 2025 ist abgeschlossen; insgesamt wurden 38 Industrieprojekte ausgewählt. Dyckerhoff ist eines davon.
Die von Capsol Technologies ASA bereitgestellte Versuchsanlage für die Abscheidung von CO₂ aus dem Abgasstrom wird im Werk Geseke (Nordrhein Westfalen) installiert. Das Projekt „DYGE CarbonOUT“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der Bundesförderung für Industrie und Klimaschutz (BIK) unterstützt und zählt zu den ersten CO₂-Abscheideprojekten der Zementindustrie, für die eine BIK Förderzusage erteilt wurde.
Die im Rahmen der Messkampagne generierten Versuchsdaten sollen Rückschlüsse auf die Skalierbarkeit einer Anlage für die großtechnische Abscheidung ermöglichen.
Das Ziel ist die Überprüfung der grundsätzlichen Anwendbarkeit des Heißkaliumcarbonat (HPC)-Verfahrens am Standort Geseke. Die geplante Versuchsdauer beläuft sich hierbei auf 6 Monate.
Dabei kommt eine Lösung auf Basis von Kaliumkarbonat zum Einsatz, die CO₂ aus den heißen Abgasen des Zementwerks abtrennt und für die weitere Nutzung oder eine spätere Speicherung konditioniert. Im Fokus der Untersuchung steht zudem, welchen Einfluss die bestehende DeCONOx-Anlage auf den Betrieb der HPC-Einheit hat. Die DeCONOx-Anlage entfernt Stickoxide, Kohlenmonoxid sowie organische Kohlenstoffverbindungen aus dem Abgas; diese Vorreinigung könnte die Effizienz der CO₂-Abscheidung deutlich verändern. Der Abgasvolumenstrom beträgt 200 Nm³/h, die Menge des abgeschiedenen, verflüssigten CO₂ liegt bei rund 1 t pro Tag.
Weitere Informationen
" Bundeswirtschaftsministerium
" Capsol Technologies ASA
Fotos: Capsol/Dyckerhoff