
3. Nacht der offenen Grube 2026 im Zementwerk
Ein Abend voller spannender Naturerlebnisse und besonderer Eindrücke erwartete die Gäste bei der 3. Nacht der offenen Grube am 5. Mai 2026 im Zementwerk Deuna.
Trotz anhaltenden Regens ließen sich die Besucherinnen und Besucher – ausgestattet mit Gummistiefeln, Regenjacken und Schirmen – die Veranstaltung nicht entgehen. Nach der offiziellen Begrüßung durch Werkleiter Dr. Thomas Günther führte der Weg direkt in den Sandtagebau. Fachkundig begleitet wurde die Gruppe von Frau Stieber (Büro für ökologische Fachgutachten), Herrn Rank von der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg (NFGA) sowie Herrn Fox vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB). Mit anschaulichen Erläuterungen, Vorträgen und spannenden Einblicken gestalteten sie ein abwechslungsreiches Programm.
Bereits bei Tageslicht boten sich beeindruckende Beobachtungen: Ein brütender Uhu sowie ein am Boden nistender Flussregenpfeifer konnten aus sicherer Entfernung entdeckt werden. Ergänzend informierte Frau Stieber in einem Vortrag über die im Tagebau vorkommenden Vogelarten.
Ein besonderes Highlight war für viele Gäste die Begegnung mit den Amphibien. Kammmolche und Bergmolche konnten aus nächster Nähe betrachtet werden, ebenso die faszinierenden Geburtshelfer- und Kreuzkröten. Das außergewöhnliche Verhalten der Geburtshelferkröte, bei dem die Männchen die Eier bis zur Ablage im Wasser mit sich tragen, sorgte für großes Interesse.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Tagebau weit mehr ist als ein reiner Abbauort: Er bietet wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Insbesondere Amphibien wie Kreuzkröte, Geburtshelferkröte, Kammmolch und Bergmolch profitieren von den Rohbodenflächen der Abbaustätten und gezielt geschaffenen Strukturen wie Betonbecken für dauerhafte Wasserstellen. In Zusammenarbeit mit der NFGA und Fr. Stieber vom Büro für ökologische Fachgutachten wurden hierfür unter anderem spezielle Wasserbereiche angelegt.
Das regnerische Wetter am Veranstaltungstag erwies sich dabei sogar als Vorteil – insbesondere für die Amphibien. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Gäste schließlich mit einem eindrucksvollen Froschkonzert belohnt, das für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte.
Zum Ausklang betonte Herr Rank die große Bedeutung des Artenschutzes und hob hervor, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Fachleuten ist. Das Beispiel des Tagebaus Deuna zeigt, dass sich wirtschaftliche Nutzung und ökologische Verantwortung erfolgreich miteinander verbinden lassen.
Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Fachleuten sowie den Besucherinnen und Besuchern, die trotz des anhaltenden Regens durchgehalten haben. Ihr Interesse und Engagement haben maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Es war ein spannender, abwechslungsreicher und für alle Beteiligten eindrucksvoller Abend.