Nachhaltige Betone für die Energiewende
CEM II/C-M-Zemente in der praktischen Anwendung
Ein Fachartikel von Dr. Julia Scheidt und Dr. Werner Remarque (Dyckerhoff GmbH), Alexander Boschmann, Andreas Kording (TRAMIRA Transportbetonwerk Minden-Ravensberg GmbH & Co. KG sowie Dr. Maik Fritsch und Jens Kleiser (TenneT TSO GmbH) über klinkereffiziente Zemente und ein Pilotprojekt zu ihrer Anwendung beim Ausbau der Energieinfrastruktur.
Im Rahmen der Energiewende müssen die Energienetze angepasst und deren Leistungsfähigkeit erhöht werden, damit sie heute und in Zukunft über ausreichende Kapazitäten verfügen. Dadurch werden entscheidende Anforderungen sicher erfüllt und das Netz kann zuverlässig das Angebot mit der Nachfrage im Strommarkt abgleichen. Auch der Ausbau der Energieinfrastruktur ist zwangsläufig mit CO2-Emissionen verbunden, die durch Baustoffe, wie z.B. Beton für die Gründungen der Masten für die Stromleitungen, verursacht werden. Die baustoffbedingten CO2-Emissionen können bereits heute durch die Verwendung von klinkereffizienten Zementen bzw. CO2-optimierten Betonen reduziert werden. CEM II/C-M-Zemente stehen dabei besonders im Fokus, da sie einen niedrigen CO2-Fußabdruck und gesicherte Verfügbarkeit regionaler Ausgangsstoffe vereinen.
In einem Pilotprojekt im Rahmen des Neubaus der 380 kV-Leitung zwischen Stade und Landesbergen wurde die Anwendung dieser neuen Zemente getestet. Das Projekt sowie die weiteren Untersuchungen haben gezeigt, dass die eingesetzten CO2-optimierten Betone auf Basis des klinkereffizienten CEM II/C-M (S-LL) 42,5 N (na)-Zements auch für hochwertige Anwendungen gut geeignet sind. Der Baufortschritt wurde auch in der kühlen Jahreszeit nicht negativ beeinflusst. Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen darüber hinaus, dass beim Einsatz der getesteten CO2-optimierten Betone die Ziele Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen sind.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie in dem Fachartikel, der in der Fachzeitschrift beton (Ausgabe 4/2025) erschienen ist.