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Objektbericht: Strahlenschutzbeton, Frankfurt
05 décembre 2015

Objektbericht: Strahlenschutzbeton, Frankfurt

Für den Bau eines Strahlenschutzraumes zur Krebstherapie im Frankfurter Krankenhaus Nordwest lieferte die Dyckerhoff Niederlassung Rhein-Main-Taunus Schwerbeton mit Zusatz von Magnetit.

Der für die Strahlentherapie vorgesehene Raum wird an drei Seiten durch bis zu drei Meter dicke Wände abgeschirmt. Durch die große Dicke konnten diese Wände mit einem Beton mit relativ hoher Rohdichte, aber ohne Zusatz von schwerer Gesteinskörnung betoniert werden. Die Wand, in die die Tür eingelassen wird, musste aus planerischen Gründen relativ dünn sein, deshalb schrieb das ausführende Bauunternehmen Bilfinger hierfür den Schwerbeton aus.

Zur Erfüllung der Strahlenschutzanforderungen stellten die Dyckerhoff Betontechnologen mehrere Probemischungen mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen her (siehe Bild 3 der Slideshow). Durch den Zusatz von Magnetit wird der Schwerbeton sichtbar dunkler als herkömmlicher Beton (siehe Bild 5 der Slideshow) und wiegt 1,6 bis 1,7 mal so viel wie ein Beton ohne Zusatz von schwerer Gesteinskörnung. Die Ziel-Rohdichte des Betons wurde von den Planern auf 3,6 kg/dm3 festgelegt. Der produzierte Schwerbeton mit der Druckfestigkeitsklasse C 30/37 und einem Größtkorn von 16 mm ließ sich aufgrund seiner Zusammensetzung und der Konsistenz F4 sehr gut verarbeiten.

Zur Qualitätssicherung wurden im Lieferwerk Frankfurt vor Auslieferung des Schwerbetons Proben genommen und hinsichtlich der betontechnologischen Eigenschaften überprüft (siehe Bild 9 der Slideshow).

Von dem Strahlenschutzbeton wurden knapp 19 m3 benötigt, der dafür verwendetet CEM III/A 32,5 N wurde im Dyckerhoff Werk Amöneburg produziert. Insgesamt liefert die Dyckerhoff Niederlassung Rhein-Main-Taunus rund 2.500 m3 Beton unterschiedlicher Festigkeitsklassen für den Bau des Nordwestklinikums. Hierfür wird ein CEM III/A 42,5 N, ebenfalls aus dem Dyckerhoff Werk Amöneburg, verwendet.