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17.Dezember2019

Theodorschacht dauerhaft standsicher durch sibo Spezialbeton

Innerhalb von 31 Tagen lieferte das sibo-Werk Recke mit zwei Lieferpartnern insgesamt fast 20.000 m³ Beton nach Ibbenbüren.

Im Rahmen des Rückzugs aus dem Grubengebäude des Bergwerks Ibbenbüren wurde mit dem Theodorschacht der erste Tagesschacht bis zu einer Teufe1 von 573 Metern mit Beton verfüllt. Dabei handelte es sich um eine Vollverfüllung. Lediglich die letzten fünf Meter wurden zur Oberflächenwiederherstellung mit kultivierbarem Boden angefüllt.

Der Beton macht die Anlage des seit gut 125 Jahren betriebenen und zuletzt für den Abzug der verbrauchten Luft genutzten Theodorschachts, der am Rande der Siedlung Fisbecker Forst liegt, dauerhaft standsicher und wartungsfrei. Durchgeführt wurde diese Sicherungsmaßnahme von der RAG Aktiengesellschaft und ihrer Tochter, der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH als Betreiber des Bergwerks.

Die Herausforderung: Der Spezialbaustoff sollte eine hohe Fließfähigkeit (Konsistenz F5) aufweisen und gleichzeitig sedimentationsstabil sein, da aufgrund der großen Fallhöhe die Gefahr des Entmischens bestand. Für die Verfüllung wurde daher in mehreren Testreihen eine robuste Spezialrezeptur entwickelt, die den hohen Anforderungen gerecht wurde. Die Basis bildete ein Hochofenzement der Güte CEM III/B 32,5 N-LH/SR (na) aus dem Dyckerhoff Zementwerk in Lengerich. Die optimierte Sieblinie (Größtkorn 2 mm) wurde über die Kombination zweier Wesersande erreicht. Ein Fließmittel auf PCE-Basis (BASF MasterGlenium 592) rundete den Betonentwurf ab.

Die ersten knapp 6.000 m³ wurden mit einer Betonpumpe über ein Einfüllrohr im freien Fall oder „im freien Versturz“, wie es im Bergbau auch heißt, eingebracht. Nach zwei Wochen konnte die Verfüllung dann über ein 30 m langes Förderband erfolgen, mit dem eine Stundenleistung von bis zu 180 m³ erreicht wurde.

Bis zu 10 Fahrmischer pro Stunde lieferten den Spezialbaustoff vom Werk Recke der sibobeton Osnabrück – an 31 Arbeitstagen von Ende März bis Anfang Mai 2019 jeweils zwischen 8.00 und 17.00 Uhr. Unterstützung erhielt die sibo dabei von Lieferpartnern aus Rheine und Velpe. Durchschnittlich wurden an einem Betonagetag 630 m³ Beton eingebracht. Die technische Unterstützung im Werk und auf der Baustelle erfolgte durch die GfBB Prüftechnik, Lengerich. Zur Vermeidung von Sicherheitsrisiken und zur Minimierung von Belästigungen der Anlieger durch den zusätzlichen LKW-Verkehr wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet, das die An- und Abfahrten der LKW regelte.

Tägliche Messungen der Gase und der Betonsäule stellten sicher, dass vollständig verfüllt wurde. Das ging sogar schneller als geplant: Die Betonagen konnten schon gut eine Woche eher beendet werden. Nach dem Theodorschacht sollen nach und nach auch die weiteren Zugänge durch Teilverfüllungen abgesichert werden.

1 Der Begriff Teufe bezeichnet den Abstand eines Punktes im Untergrund von der Geländeoberkante oder von Normalnull (NN) (Quelle: Lexikon der Geowissenschaften).

 

(Fotos 5 und 6: RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH)

Dyckerhoff GmbH, Produktmarketing

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