Ministerin Boos-John
18 februari 2026

Thüringer Ministerin für Wirtschaft Boos-John im Zementwerk Deuna zu Besuch

Austausch zu Dekarbonisierung, Förderprogrammen und Tagebauerweiterung 

Am Montag, den 26. Januar 2026, besuchte die Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John, das Werk Deuna der Dyckerhoff GmbH. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuelle Markt- und Wettbewerbslage, Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten bei den Initiativen der Dyckerhoff GmbH zur Dekarbonisierung und das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung des Kalksteintagebaus Deuna.

Nach einer Vorstellung des Portfolios und der Leistungsfähigkeit des Werks gab Werkleiter Dr. Thomas Günther einen Überblick über die aktuell sehr herausfordernde wirtschaftliche Situation im Zement- und Betonmarkt – sowohl regional als auch in den vom Werk bedienten überregionalen Marktgebieten. Im Anschluss wurden die Initiativen der Dyckerhoff GmbH zur CO2-Reduzierung (Dekarbonisierung) vorgestellt und erläutert. Dabei ging es um die Weiterentwicklung unserer Zemente im Hinblick auf die CO2-Reduktion entlang der Wertschöpfungskette Zement und Beton, sowie um in Prüfung befindliche technische Maßnahmen zur CO2-Reduktion des Klinkerbrennprozesses.

Frau Boos-John beschrieb mögliche Unterstützungs- und Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene für die geplanten Projekte und diskutierte mit der Werkleitung Optionen für eine vertiefte Zusammenarbeit. Zu dem laufenden Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Kalksteintagebaus erhielt die Ministerin im Anschluss Informationen zum Verfahrensstatus und zu den Veranstaltungen des Werkes zur Information der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Abbaugeschehen in den Steinbrüchen. Informationen zur Fachkräfteaus- und -weiterbildung in dem betriebseigenen Bildungszentrum rundeten den regen Austausch ab. Auf Nachfrage der Ministerin nach den Wünschen und Prioritäten des Werks nannte das Werksteam insbesondere Initiativen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und die Notwendigkeit spürbarer Entbürokratisierung. Frau Boos-John zeigte im Gespräch großes Interesse an den Aktivitäten und Zukunftsplänen des Werks und betonte, weiterhin die Unterstützung und Förderung der regionalen Industrie im Fokus zu behalten.

Fotos: Dyckerhoff / Tobias Rödiger, TNT Creative Studio Nordhausen

Titelbild v.l.n.r.: Bianca Vollmer Öffentlichkeitsarbeit Deuna, Janek Löbel Mitarbeiter im Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Dr. Thomas Günther Werkleiter Deuna, Colette Boos-John Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und ländlichen Raum, Anton Hildebrand Personalleiter Deuna und Dr. Dirk Fähsing Produktionsleiter Deuna

JP Morgan 2026
11 juni 2026

J.P. Morgan Chase Corporate Challenge 2026

Gemeinsam am Start

Am vergangenen Mittwoch wurde es für Dyckerhoff wieder sportlich: Rund 60 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Standorten machten sich auf den Weg nach Frankfurt, um an der Jubiläumsausgabe (50 Jahre) der J.P. Morgan Chase Corporate Challenge teilzunehmen – der laut der F.A.Z. größte und schnellste Firmenlauf der Welt (unter den 16 Städten auf fünf Kontinenten).

Gemeinsam mit rund 63.000 Läuferinnen und Läufern ging es auf die 5,6 Kilometer lange Strecke durch die Frankfurter Innenstadt. Die Bedingungen hätten dabei kaum besser sein können: Sonnenschein und trockenes Wetter sorgten für beste Stimmung und zusätzliche Motivation.

Auch die Ergebnisse können sich sehen lassen: Mit Platz 980 im globalen Ranking (von 4.427 teilnehmenden Unternehmen) und einer durchschnittlichen Laufzeit von 34:49 Minuten hat das Dyckerhoff-Team eine starke Leistung gezeigt. Das Lauftraining hat sich gelohnt!

Nach dem Lauf wurde gemeinsam gefeiert. Bei gutem Essen, kühlen Getränken und bester Musik am Kurfürstenplatz ließen die Teilnehmenden den Abend ausklingen. Und wie so oft dauerte es nicht lange, bis auch die Tanzfläche von den Dyckerhöffern erobert wurde. Bald gesellten sich auch die anderen Firmen dazu.

Die Corporate Challenge war erneut eine großartige Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Standorten zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu sein. Dabei gilt: Mitmachen steht im Vordergrund. Ob joggend, walkend oder gemütlich gehend – jede und jeder ist willkommen.

Ein besonderer Dank gilt unseren Team Captains Claudia Mertens und Iris Weise-Rosch, die die Teilnahme auch in diesem Jahr wieder hervorragend organisiert haben. Dank ihres Engagements wurde die Veranstaltung erneut zu einem rundum gelungenen Erlebnis, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Referenten der Tagung vor der Dywidag Versuchsschale in Wiesbaden
03 juni 2026

Dyckerhoff Weiss Betonwerkstein-Tagung 2026: Spannende Einblicke in Forschung und Praxis

Zukunftsweisende Themen und jüngst realisierte Vorzeigeprojekte rund um die Baustoffe Zement, Beton und Betonwerkstein standen im Fokus der diesjährigen Dyckerhoff Weiss Betonwerkstein-Tagung, die Anfang Mai in Wiesbaden stattfand. Namhafte Referenten beleuchteten in ihren Fachbeiträgen sowohl technologische Innovationen als auch ökologische Bewertungskriterien und unterstrichen nicht zuletzt anhand spektakulärer Bauwerke die Bedeutung des Betons als kreativen, langlebigen und nachhaltig optimierbaren Baustoff.

Begrüßt wurden die rund 80 Gäste, die sich im Wiesbadener Info-Zentrum eingefunden hatten, in diesem Jahr von Patrick Klein, dem Geschäftsführer der Dyckerhoff GmbH. Seine kurze Vorstellung des Unternehmens verband er mit einem Blick auf die Sortenstrategie von Dyckerhoff, in der sich eine konsequente Ausrichtung des Portfolios an dem Ziel der Dekarbonisierung widerspiegelt. Über die Entwicklung neuer, CO2-reduzierter Zemente und Betone hinaus beteiligt sich Dyckerhoff zudem an einer Reihe von Forschungsprojekten zur CO2-Abscheidung, wie beispielsweise das Gemeinschaftsprojekt catch4climate, welches die Voraussetzung für einen großflächigen Einsatz von CO2-Capture-Technologien in der Zementindustrie schaffen soll. Im Anschluss an die Begrüßungsworte stellte Martin Möllmann, Direktor der Dyckerhoff GmbH und Leiter des Verkaufsbereichs Weisszement, die Themen und Referenten des ersten Vortragsblocks vor und kündigte ein spannendes und breitgefächertes Vortragsproramm an.

Von perfekter Sichtbetonqualität bis zum ressourcenschonenden RC-Beton
Mit Dr. Diethelm Bosold aus Ingenheim eröffnete ein speziell in der Praxis der Betonberatung überaus erfahrener Fachmann den Reigen kompetenter Referenten. Unter der Überschrift „Sichtbeton SB4 – Anforderungen und Risiken“ machte er deutlich, dass die Herstellung von Betonwerkstein zwar grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine gleichmäßige Qualität von Sichtbetonflächen bietet, dass es aber gerade beim Architekturbeton nicht zuletzt auch auf die handwerklich perfekte Verarbeitung ankommt. Unter Einbeziehung der einschlägigen Merkblätter betrachtete er ausgewählte Sichtbetonkriterien, die von der Lagerung und dem Transport und die Einfüllöffnung über die Porigkeit und die Hell-/Dunkelverfärbungen bis hin zur Betonkosmetik reichten. Dabei kam er unter anderem zu dem Fazit, dass sich „mit einigen wenigen Maßnahmen ansprechende Betonoberflächen erzielen lassen“. Allerdings spielt dabei auch die richtige Kommunikation eine ganz zentrale Rolle. Daher appellierte er am Ende seines Vortrags an die Zuhörer, stets „miteinander zu reden und sich abzustimmen“.

Das Thema der Gestaltung von Betonoberflächen spielte auch bei dem zweiten Referenten eine große Rolle. Wie der Titel des Vortrags „Innovative Betonwerksteinfassaden aus R-Beton und deren Wiederverwendbarkeit“ bereits zeigte, beschäftige sich David Kölsch von der Hering Bau GmbH & Co. KG dabei mit einer besonders „nachhaltigen“ Variante des Betonbaus; denn neben CO2-reduzierten Zementen [also einem geringeren CO2-Fußabdruck als beispielsweise Portlandzemente CEM I] sind rezyklierte Gesteinskörnungen (RC-Beton) ein weiterer Hebel zum nachhaltigen Bauen mit Beton. Wichtige Voraussetzungen für den ressourcenschonenden Einsatz von RC-Beton ist jedoch eine sortenreine Trennung sowie genaue Regelungen zur Nutzung der RC-Materialien. Als erstes Projekt Deutschlands, welches auf einem ganzheitlichen Urban Mining Konzept basiert, gilt der von Hering Bau durchgeführte Neubau des Rathauses im hessischen Korbach. Dabei wurde das Abbruchmaterial des Vorgängerbaus ortsnah recycelt und als Gesteinskörnung im ressourcenschonenden RC-Beton für das Tragwerk und die aus Betonfertigteilen bestehende Fassade, das Aushängeschild des Gebäudes, verwendet. Wie der Referent ausführte, gibt es bereits interessante Nachfolgeprojekte wie das Bosch-Gebäude in Bochum, das Innovation Green House in Bonn oder der Neubau eines Sandwichgebäudes bei Hering Bau in Burbach-Holzhausen.

Ein „Weltrekord“ in Barcelona dank moderner Betontechnologie
Dass sich die Zuhörer am Ende des ersten Vortragsblocks auf ein Highlight freuen konnten, machte schon der Titel deutlich: „Mit UHPC zum Weltrekord – Deutsche Ingenieurkunst für das Kreuz der Sagrada Familia“. Wie Heinrich Wasemann von der Sudholt-Wasemann GmbH aus Herzebrock-Clarholz zeigte, handelt es sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes um einen „Höhepunkt“ – nämlich das neue Kreuz, das künftig den Jesus-Christus Turm von Antoni Gaudis Meisterwerk in Barcelona krönt. Mit seiner Höhe von 17 Metern sorgt es zudem dafür, dass nach seiner Installation die Sagrada Familia künftig offiziell zum höchsten Kirchengebäude der Welt wird. Seine Ausführungen verdeutlichten anschaulich die mit dem Bau und der Montage des Kreuzes verbundenen Herausforderungen. Schon die Dimensionen mit einer Höhe von 17 Metern, einer Spannweite von 13,5 Metern und einem Gesamtgewicht von 110 Tonnen sind gewaltig. Dazu kommt, dass das Kreuz im Innern komplett stützenfrei und begehbar ist. Wie der Referent zeigte, basiert der Aufbau des Kreuzes auf einer Duplex-Stahlkonstruktion, die mit einer 5 cm starken UHPC-Schicht ausgegossen wurde. Die Leistungen von Sudholt-Wasemann, einem auf die Herstellung hochtechnologischer Fertigteil-Elemente aus UHPC spezialisierten Unternehmen, reichten von der Anfertigung der Grund- und Innenschalung bis hin zum Ausgießen der einzelnen Segmente mit einem auf Basis von Dyckerhoff NANODUR-Zement hergestellten UHPC. Den Abschluss der komplexen, vom Referenten in beeindruckenden Fotos dokumentierten Arbeitsprozesses bildeten der Transport nach Barcelona, der eine spezielle Logistik erforderte, und die aufwändige Montage des vierteiligen Kreuzes vor Ort. Am Ende ist hier „ein einzigartiges Bauwerk entstanden, welches architektonische Vision mit modernster Ingenieurtechnik verbindet“, so Heinrich Wasemann.

Von der Verlegepraxis in die Forschungslabors der Zementindustrie
Im zweiten Vortragsteil, den Christian Bechtoldt von der Dyckerhoff GmbH moderierte, ging es zunächst von der High-Tech-Betontechnologie zurück in die tägliche Praxis des Betonwerksteins. Mario Sommer, der Leiter der Architekten- und Objektberatung bei der Sopro Bauchemie GmbH aus Wiesbaden, machte dabei mit seinem Blick auf die „Planung und Ausführung von Terrassen und Treppen im Außenbereich“ deutlich, dass zu dem attraktiven Baustoff Betonwerkstein stets auch die richtige Verarbeitung bzw. Verlegung mit den dafür geeigneten Produkten gehört. Er beschäftigte sich dabei unter anderem mit den Problemen und Ursachen der Rissbildung bei Betonwerksteinbelägen. Einen breiten Raum nahm in seiner Betrachtung das Thema „Wasser“ ein; denn, so Mario Sommer, “gerade bei Außentreppen ist die Wasserführung entscheidend“. Neben der Empfehlung, bei der fachgerechten Verlegung hier grundsätzlich schnell erhärtenden Verlegemörtel mit hoher kristalliner Wasserbindung zu verwenden, zeigte er aber auch spezielle konstruktive Lösungen auf, mit denen sich die durch Wassereinwirkung möglichen Schäden zielgerichtet verhindern lassen.

Aus der Praxis ging es dann jedoch wieder zurück in die Forschungs- und Entwicklungslabors der Zementindustrie. „Moderne Bindemittel mit alternativen Rohstoffen – Ein Bericht aus F&E“, so überschrieb Sabine Mutke, Projektleiterin im Wilhelm Dyckerhoff Institut für Baustofftechnologie (WDI) in Wiesbaden, ihren Blick auf die verschiedenen Strategien zur Verbesserung der CO2-Problematik in der Zementindustrie und den aktuellen Forschungsstand hierzu. Dabei unterschied sie in „primäre“ und „sekundäre“ Strategien. Zu den ersteren zählen neben der Optimierung der Klinker- und Zementproduktion und der Senkung des Klinkerfaktors auch die Entwicklung weiterer CO2-ärmerer Bindemitteltypen, die nicht auf Kalkstein basieren (z.B. CSA-Zement) sowie die CO2-Abscheidung. Bei den sekundären Strategien handelt es sich um Maßnahmen wie die Reduktion des Betonvolumens, der Fixierung von CO2 im Beton sowie das Baustoff-Recycling. Zu all diesem präsentierte die Referentin detailliert die dazugehörigen Beispiele und Projekte, die sich allerdings in zum Teil noch ganz unterschiedlichen Entwicklungsstufen befinden – von ersten erfolgreichen Anwendungen in der Praxis bis hin zu noch laufenden Pilot- und Testphasen.   

Die „Dywidag-Kuppel“: Stahlbeton-Baugeschichte sichtbar gemacht
Mit dem Blick auf ein Bauprojekt, das direkt vor dem Veranstaltungsort steht, fand die diesjährige Dyckerhoff Weiss Betonwerkstein-Tagung einen überaus passenden Abschluss. Martin Möllmann nahm die Teilnehmer dabei auf die spannende „Zeitreise der Dywidag-Kuppel“, die seit Oktober vergangenen Jahres einen neuen Platz vor dem Dyckerhoff Informationszentrum gefunden hat. Doch bis dahin war es – wie der Referent anhand zahlreicher Bilder eindrucksvoll zeigen konnte – ein langer und mitunter nicht ganz einfacher Weg. Begonnen hatte alles bereits in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als neue Bauweisen im Bereich des Stahlbetonbaus erforscht und praktisch erprobt werden sollten. Dazu zählten auch Schalenkonstruktionen wie die im Jahre 1931 von der ehemaligen Dyckerhoff & Widmann AG (Dywidag) auf ihrem Biebricher Werksgelände errichtet wurde und die als Muster für eine in Dresden geplante Markthalle dienen sollte. Bemerkenswert die „Dicke“ der Betonschale, die an den Rändern lediglich 25 mm und in der Feldmitte sogar nur 15 mm beträgt. Als Bewehrung der Schale diente einzig ein handelsüblicher Maschendraht. Während das geplante Markthallenprojekt in Dresden auf Grund der Weltwirtschaftskrise nie realisiert wurde, begann für die Versuchsschale eine überaus wechselvolle Geschichte. Sie endete erst damit, dass Dyckerhoff im Jahre 2023 Kontakt mit dem Denkmalamt aufnahm und ein Sanierungskonzept erarbeitete. Nach der aufwändigen Sanierung setzte man mittels eines Krans die Kuppel auf neue Betonfertigteilstützen. Zur Optik der perfekt sanierten, weißen Betonschale passend wurde mit dem Transportbeton Dyckerhoff TERRAPLAN ein fein geschliffener, weißer Terrazzoboden eingebaut, der dem Gebäude nicht nur eine für die spätere Nutzung notwendige Funktionalität verleiht, sondern auch für ein edles Erscheinungsbild sorgt. Gleiches gilt für die harmonisch in die Stützen der Kuppel integrierte Beleuchtung. Seit ihrer feierlichen Einweihung im Oktober 2025 verfügt die Stadt Wiesbaden nun über ein architektonisches Denkmal, das die enge Verbindung von Technik, Gestaltung und Stadtgeschichte sichtbar macht. Zugleich ist es ein wertvoller Beitrag zur Vermittlung von Baukultur und technischer Innovation und damit ein wichtiger Lernort für kommende Generationen von Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Stabwechsel im Hause Dyckerhoff
Eingebettet in die diesjährige Dyckerhoff Weiss Betonwerkstein-Tagung vermeldete Dyckerhoff einen Stabwechsel in der Führungsriege des Verkaufsbereichs Weisszement. Martin Möllmann, der als Direktor bislang die Bereiche Weisszement Vertrieb und Produktmarketing verantwortete, tritt zum 1. Juni dieses Jahres nach 36 Jahren im Unternehmen Dyckerhoff in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird mit Christian Bechtoldt einer seiner langjährigen Mitarbeiter, so dass in diesem Bereich die Kontinuität am Markt sichergestellt ist. Christian Bechtoldt bedankte sich bei der Übergabe des Staffelstabs bei Martin Möllmann für die hervorragende Zusammenarbeit in all den Jahren und auch dafür, dass er für ihn im Hinblick auf seine neue Funktion stets ein „super Coach“ war.

Titelbild:
Gastgeber und Referenten der Dyckerhoff Weiss Betonwerkstein-Tagung 2026 vor der restaurierten Dywidag-Kuppel in Wiesbaden (von links): Christan Bechtoldt, Patrick Klein, Heinrich Wasemann, David Kölsch, Sabine Mutke, Dr. Diethelm Bosold, Mario Sommer, Stefan Heeß und Martin Möllmann.

Visualisierung des neuen Campus (© Stadt Essen / v-architekten)
26 mei 2026

Neubau der Gesamtschule Altenessen-Süd mit RC-Beton

Insgesamt gut 20.000 m³ Beton aus der Dyckerhoff Betonniederlassung Rhein‑Ruhr für einen modernen, zukunftsfähigen Schulcampus

Im Essener Norden, zwischen Berthold-Beitz-Boulevard und Bäuminghausstraße, entsteht seit Juni 2025 der neue Campus der Gesamtschule Altenessen-Süd. Auf rund 35.000 m² wird mit dem Neubau einer sechszügigen Gesamtschule für etwa 1.300 Lernende und 110 Lehrkräfte die städtische Bildungslandschaft aufgewertet. Ergänzt werden die Schulgebäude durch eine Dreifachsporthalle, zwei Einfachsporthallen und multifunktionale Stadtteilflächen. Das Gelände verbindet die grüne Umgebung von Kleingartenanlagen und Parks mit der urbanen Nachbarschaft aus Wohn- und Gewerbequartieren.

Nach Plänen des Generalplanerteams um die v-architekten GmbH aus Köln wird die „Schule im Park“ als dreigeschossiges, kompakt angelegtes Ensemble durch die Firma AUG. PRIEN Bauunternehmung aus Dortmund realisiert. Der repräsentative Haupteingang liegt am belebten Berthold-Beitz-Boulevard, von wo der Neubau auch per ÖPNV schnell erreicht wird. Die Sportanlagen und das Stadtteilzentrum sind barrierefrei zugänglich und auch außerhalb der Schulzeiten für Vereins- und Gemeindeveranstaltungen nutzbar. Neben Verwaltung, einer modernen Mediathek und einer großzügigen Mensa werden alle Lern- und Fachbereiche nach neuesten pädagogischen Standards organisiert und orientieren sich an den „Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland“ der Montag Stiftung. Die neue Schule wird dabei explizit als „Schule im Park“ konzipiert: Mit moderaten drei Geschossen fügt sich der Baukörper städtebaulich sensibel in die Umgebung ein und schafft durch seine kompakte Anlage einen relativ kleinen Flächenfußabdruck.

Ein durchdachtes Außenanlagenkonzept gliedert das Grundstück: Mobilitätszonen im Süden, sportliche Aktivitäten im Westen, Ruhezonen und naturnahe Lernbereiche im Norden, darunter ein grünes Klassenzimmer, ein Schulgarten und ein Biotop.

Bereits vor dem eigentlichen Baubeginn wurden aufwändige vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen der Rückbau des alten Sportplatzes, eine tiefe Baugrube, Spundwände und spezielle Gründungen, um die Tragfähigkeit des Untergrunds zu verbessern.

Besonders im Fokus stehen Klima- und Ressourcenschutz: Von den insgesamt ca. 20.500 m³ Beton, die auf der Baustelle zum Einsatz kommen, sind rund 7.500 m³ RC-Beton, dabei handelt es sich um einen ressourcenschonenden Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung. Hinzu kommen ca. 3.000 m³ Sichtbeton SB3, insbesondere in repräsentativen Innenbereichen. Die Versorgung erfolgt aus dem nahegelegenen Transportbetonwerk der Dyckerhoff Beton GmbH & Co, KG NL Rhein-Ruhr in Essen (Entfernung: ca. 4 km), was die Transportwege kurz und damit die Emissionen niedrig hält. Mehrfach wurden anspruchsvolle Betonagen von über 600 m³ pro Tag gemeistert. Zum Einsatz kommen überwiegend Betone der Festigkeitsklasse C30/37, sowohl im Bereich des RC-Betons als auch bei den Sichtbetonflächen. Grundlage hierfür bildet ein Hochofenzement CEM III/A 42,5 N aus dem Dyckerhoff Zementwerk Lengerich. Die Baukörper sind als Holzhybride konzipiert und verbinden die Vorteile von Massiv- und Holzbau zu einem zukunftsfähigen, energieeffizienten System.

Das gesamte Bauprojekt ist auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit angelegt. Ziel ist es, das Qualitätslabel Silber nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zu erreichen. Der Gebäudekomplex ist so konzipiert, dass er komplett mit regenerativen Energien (Geothermie, Wärmepumpen und Photovoltaik) versorgt werden kann. Besonderer Wert wird auf Barrierefreiheit, gutes Raumklima, akustischen und thermischen Komfort sowie Rückbaufähigkeit und sortenreine Materialtrennung gelegt.

Mit der Realisierung der neuen Gesamtschule Altenessen-Süd schafft die Stadt Essen eine moderne, ansprechende und nachhaltige Bildungs- und Sportlandschaft, die das Quartier sichtbar aufwertet und für Schule, Stadtteil und Umwelt neue Maßstäbe setzt. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für Ende 2027 vorgesehen; der Schulbetrieb soll im ersten Quartal 2028 aufgenommen werden.

Fotos: Titel, 7 (Visualisierungen) - Stadt Essen / v-architekten; 1 bis 6 - AUG. PRIEN Gruppe

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:
Iris Weise-Rosch, Tel.: +49 611 676-1187
marketing@dyckerhoff.com

Falken
18 mei 2026

Beringung der vier jungen Wanderfalken

Aufregung am Kalksteinsilo: Am Dienstag, den 12.05.2026, wurden die vier jungen Wanderfalken beringt – entsprechend unruhig reagierten die Eltern. Bei den vier Jungvögeln handelt es sich um zwei Weibchen mit einem Gewicht von 1.024 g und 957 g sowie zwei Männchen mit jeweils 700 g und 720 g. Alle vier Vögel haben sich bislang sehr gut entwickelt.

Der Thüringer Wanderfalkenberinger Mario Hofmann, der bereits mehrfach die Wanderfalken im Zementwerk beringt hat, übernahm auch diesmal die Beringung. Dabei wurden die Jungvögel untersucht, gewogen und anschließend mit zwei Ringen versehen. Der erste Ring ist mit großen Buchstaben gekennzeichnet und dient der Wiedererkennung im Gelände. Der zweite, goldfarbene Ring stammt von der Vogelwarte Hiddensee und enthält wichtige Daten für den Fall eines späteren Fundes. Seine Farbgebung zeigt zudem an, dass der Vogel in einem Gebäudehorst aufgewachsen ist.

In etwa 14 Tagen werden die „Kinder“ ihr vollständiges Wanderfalkengefieder entwickelt haben und die ersten Ausflüge unternehmen.

Wir wünschen ihnen dabei viel Glück!

 

Dekarbonisierung

Bei der Herstellung von Zement bzw. seinem Vorprodukt Zementklinker werden große Mengen CO2 freigesetzt. Rund zwei Drittel davon entfallen auf rohstoffbedingte Prozessemissionen, die beim Entsäuern des Kalksteins anfallen und rund ein Drittel auf brennstoffbedingte CO2-Emissionen.

Wir, Buzzi und Dyckerhoff, haben uns in unserer Roadmap „Our Journey to Net Zero“ dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette von Zement und Beton weiter zu reduzieren.

Die brennstoffbedingten CO2-Emissionen reduzieren wir, indem wir die Effizienz unserer Anlagen optimieren und vermehrt alternative Brennstoffe einsetzen. Um die rohstoffbedingten Prozessemissionen zu mindern, ersetzen wir einen Teil der Rohmaterialmischung durch calciumhaltige und bereits entsäuerte alternative Rohstoffe.

Bei den Maßnahmen zur Verringerung unserer CO2-Emissionen orientieren wir uns am 5C-Ansatz des Europäischen Zementverbands CEMBUREAU – Clinker, Cement, Concrete, Construction und (Re)Carbonation – hin zu einer klimaneutralen Industrie. Auf diesem Ansatz baut auch der Verein Deutscher Zementwerke VDZ in der gemeinsam erarbeiteten CO2-Roadmap für die deutsche Zementindustrie auf.

Der 5C-Ansatz beschreibt den Weg unserer Industrie bis 2045 die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungsstufen Klinker, Zement, Beton, Bauwerk sowie die Wiedereinbindung des CO2 in den Beton während und nach der Nutzung eines Bauteils vollständig zu mindern. Für die dazu notwendigen Ziele und Handlungsoptionen treten wir ein.